IIB IIK management consulting

Sanierungsgutachten

Im Falle einer Ertrags- und als Folge dessen, einer Liquiditätskrise eines Unternehmen, werden von den finanzierenden Kreditinstituten in der Regel sogenannte Sanierungsgutachten als Bedingung für eine weitere Finanzierung gefordert.

Der Verfasser eines solchen Gutachtens sollte in der Regel ein sanierungskundiger und objektiver „Dritter“ sein. Das bedeutet, dass ein bereits mit dem Unternehmen befasster Berater, wie beispielsweise ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt wegen seiner etwaigen Vorbefassung als Gutachtensersteller nicht in Frage kommt. 

Für die Erstellung solcher Sanierungsgutachten gibt es unterschiedliche Standards, in denen Form und Inhalt beschrieben werden.

Allerdings ist der Standard „S6“ des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) – aktuell in der Fassung „IDW S6 n.F.“ – der anerkannteste. Der Sinn und Inhalt eines Sanierungskonzeptes nach IDW S6 ist es, die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens zu untersuchen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Inhaltlich sind hiermit die Analyse des Ist-Zustandes, die Analyse der Krisenursachen, Maßnahmen zur Bewältigung der Krise und eine entsprechend fundierte Ertrags- und Liquiditätsplanung, welche die erwarteten Kosten und Erfolge der Maßnahmen enthält, nebst Erläuterungen zu den Planungsannahmen gemeint. Darüber hinaus ist eine gutachterliche Aussage zu den Erfolgsaussichten einer Sanierung enthalten.